Sünnet = brit milah = Beschneidung

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Weltweit werden Jungen und Männer beschnitten, und das schon seit Urzeiten. Die älteste bildliche Darstellung der männlichen Beschneidung ist ein ägyptisches Relief aus dem Jahr 2420 v. Chr. Was gemacht wird, ist überall gleich: Die Vorhaut des Penis’ wird so abgeschnitten, dass die Eichel zum Teil oder völlig frei liegt. Unterschiede gibt es bei den Gründen, warum beschnitten wird.

Islam

Im Islam heißt die männliche Beschneidung sünnet, sie ist eine uralte Tradition.

Nach den Lehren des Islam hatte der Prophet Mohammed eine besonders kurze Vorhaut. Damit die männlichen Muslime ihm gleichen und zur besseren Einhaltung der Reinheitsgebote wird empfohlen, muslimische Jungen zu beschneiden. Diese verpflichtende Empfehlung der Sunna wird von allen Muslimen befolgt.

Traditionell werden die Jungen im Alter von ca. 6 –13 Jahren beschnitten, spätestens aber bis zum Beginn der Pubertät. Heute lassen manche Eltern ihre Söhne auch schon als Kleinkinder beschneiden.

Die Beschneidung ist ein wichtiges Ereignis im Leben des Jungen. Er wird dadurch zum Moslem, was mit einem großen Beschneidungsfest gefeiert wird. Der Junge trägt eine Mütze sowie eine Uniform oder einen feinen Anzug und wird reich beschenkt.

beschneidung_uniform-2 Früher wurde die Beschneidung ohne Narkose gemacht, inzwischen bekommen die Jungen eine Betäubungsspritze. Für die Beschneidung gibt es Spezialisten – Sunetici („Beschneider“): Kemal Özkan in Istanbul ist berühmt, er hat schon über 100.000 Jungen beschnitten.

Judentum

In der Tora heißt die männliche Beschneidung Brit Milah. Mit der Beschneidung wird der Glaubensbund gefestigt. Der religiöse Hintergrund der Beschneidung ist im jüdischen Glauben der Bund Gottes mit Abraham. Die Beschneidung ist religiöse Pflicht. Jüdische Knaben werden deutlich früher beschnitten als Moslems, laut der Tora am 8. Tag nach der Geburt. Der Beschneider heißt „Mohel“.

Wird die Beschneidung nicht kurz nach der Geburt vollzogen, so muss sie spätestens bis zum 13. Lebensjahr nachgeholt werden.

Für Islam und Judentum gilt: Will ein Jugendlicher oder ein Mann zu einer der beiden Religionen übertreten, muss er sich beschneiden lassen.

Australien

Bei den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, werden die Männer beschnitten.

Auch in Asien und Afrika ist der Brauch zu finden.

USA

Amerikanische Männer sind zu einem Großteil beschnitten.

In den USA wird die Beschneidung aus ästhetischen und hygienischen Gründen durchgeführt, also unabhängig von der Religion.

Ende der 1970er waren 90 % der männlichen Bevölkerung beschnitten, die Quote liegt aktuellen Schätzungen zufolge bei ca. 60%. Genaue Statistiken dazu gibt es jedoch nicht.

beschneidung Europa

Abgesehen von religiösen Gründen werden Jungen beschnitten, wenn es medizinisch notwendig ist – vor allem bei Vorhautverengung, die man Phimose nennt.

Dies ist in Europa der häufigste Grund für eine Beschneidung.

Die Krankenkasse bezahlt den chirurgischen Eingriff, der im Krankenhaus oder der Arztpraxis durchgeführt wird.

Manche Männer entscheiden sich aus ästhetischen und/oder hygienischen Gründen dafür, beschnittenen zu werden – sie müssen die Operation selber bezahlen.

Beschneidung Pro und Contra:

Es gibt Gruppen, die sich gegen die Beschneidung von Jungen engagieren, ihr Hauptargument:

Wenn Eltern ihre Söhne beschneiden lassen, nehmen sie denen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.

Die andere Seite argumentiert mit hygienischen und medizinischen Vorteilen, die für eine Beschneidung sprechen würden.

Tim Schauen

3 Kommentare zu Sünnet = brit milah = Beschneidung

  • guten tag salam ich brauche für mein 2kinder sünet kleidung bitte wie und wo kann ich kaufen ,ich wohne in giessen tel: (Nummer entfernt) ich danke euch

  • Lieber bachir,

    in einer Moschee in Deiner Nähe oder einem türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäft können Dir die Leute sicher weiterhelfen. In Köln findest Du solche Geschäfte vor allem in der Weidengasse.

     

    herzliche Grüße,

     

    Dein Cafeterra-Deeajay

  • “Die Beschneidung ist ein wichtiges Ereignis im Leben des Jungen. Er wird dadurch zum Moslem,”
    Ach du Schreck, was ist er denn vorher? Ein Ungläubiger? ROFL!
    Ansonsten ein sehr schlechter und undifferenzierter Artikel über die grausame Verstümmelung von kleinen Jungen!
     

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